Praxis für Chirurgie und Unfallchirurgie in Düsseldorf - Dr. med. Markus Mann

Tendovaginitis stenosans de Quervain

Bei der Tendovaginitis stenosans de Quervain  handelt es sich um eine chronische Beugesehnenreizung im sogenannten 1. Strecksehnenfach. Durch dieses Sehnenfach laufen die kurze Daumenstrecksehne und die lange Daumenabspreizsehne. Die Tendovaginitis stenosans de Quervain führt zu Schmerzen über dem speichenseitigen Handgelenk bei aktiven Daumenbewegungen. Typisch sind eine Schmerzauslösung bei passiver Daumenbeugung sowie ein Druckschmerz über der Außenseite des körperfernen Speichenknochens.

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Therapie:                                                          

In der Anfangsphase einer Tendovaginitis stenosans de Quervain können eine lokale Kortisoninfiltration und/ oder Ruhigstellung helfen. Bei fortschreitenden Beschwerden ist ein operatives Vorgehen sinnvoll.

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Operation:                                                   

Unter Lokalbetäubung wird über einen kleinen Hautschnitt das 1. Strecksehnenfach längs gespalten. Ggf. wird entzündlich verändertes Sehnengleitgewebe entfernt. Besonderes Augenmerk ist auf die Schonung der sensiblen Nervenfasern des Radialisnerven zu richten, da ihre Verletzung zu unangenehmen Mißempfindungen und Taubheit an der Hand führen kann.

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Nachbehandlung:               

Eine Gipsruhigstellung nach Operation einer Tendovaginitis stenosans de Quervain ist nicht erforderlich. Fühzeitig sollten selbstständige Bewegungsübungen durchgeführt werden, um eine gute Sehnengleitfähigkeit zu gewährleisten. Der Fadenzug erfolgt nach 10 Tagen.      Arbeitsunfähigkeit liegt nach Operation einer Tendovaginitis stenosans de Quervain in Abhängigkeit von der beruflichen Belastung für 2-4 Wochen vor.