Praxis für Chirurgie und Unfallchirurgie in Düsseldorf - Dr. med. Markus Mann

Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom ist ein Nervenengpaßsyndrom des Mittelnerven (Nervus medianus) im sog. Karpaltunnel (knöchern begrenzte Rinne am beugeseitigen Handgelenk, die nach oben von einer derben Gewebeplatte abgedeckt wird). Durch degenerative Veränderungen der Beugesehnen, die zusammen mit dem Mittelnerven durch den Karpaltunnel ziehen, wird der Nerv bei fortschreitender Erkrankung zunehmend bedrängt. Typische Symptome bei Karpaltunnelsyndrom sind ein nächtlich verstärktes Kribbeln von Daumen bis Ringfinger. Der Kleinfinger ist beim Karpaltunnelsyndrom nicht betroffen, da er von einem anderen Nerven versorgt wird. Später kann ein zunehmendes Taubheitsgefühl an den Fingerkuppen auftreten.

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Therapie:                                                                                  

Bei kurzfristiger Symptomatik ist ein konservativer Therapieversuch des Karpaltunnelsyndroms sinnvoll. Insbesondere abschwellende Maßnahme unter lokaler Kortisonapplikation und der Gebrauch von Lagerungsschienen zur Nacht können zu einer deutlichen Beschwerdelinderung führen.

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Operation:                                                                               

Therapieresistente Beschwerde sowie insbesondere beginnende Taubheitsgefühle sollten einer operativen Behandlung zugeführt werden. Bei dieser relativ kleinen Operation wird der Karpaltunnel durch Spaltung des Karpalbandes in ganzer Länge eröffnet und der Mittelnerv somit entlastet. In Einzelfällen kann es zusätzlich erforderlich sein, den Mittelnerven aus einer narbigen Umscheidung zu lösen. Bei gewissenhafter Durchführung ist dieser Eingriff mit einer sehr geringen Komplikationsrate und einer hohen Zufriedenheitsrate >95% verbunden.

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Nachbehandlung:                                                                                                          

Nach Operation des Karpaltunnelsyndroms wird ein Unterarmgpips für 6 Tage angelegt, Entfernung der Hautfäden nach 10 Tagen. Krankengymnastik kann in Einzelfällen erforderlich sein.

Die Arbeitsunfähigkeit nach Operation eines Karpaltunnelsyndroms kann in Abhängigkeit vom beruflichen Belastungsprofil 2-4 (-6) Wochen betragen.