Praxis für Chirurgie und Unfallchirurgie in Düsseldorf - Dr. med. Markus Mann

Morbus Dupuytren

Beim Morbus Dupuytren handelt sich um die Vernarbung einer Gewebeschicht in der Hohlhand (sog. Hohlhandfaszie), die in fortgeschrittenem Stadium die Streckfähigkeit der Finger zunehmend einschränkt. Die Ursache des Morbus Dupuytren ist letztlich ungeklärt, Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Der Morbus Dupuytren verläuft häufig chronisch fortschreitend, kann sich jedoch auch schubweise verschlechtern, z.B. nach Handverletzungen. Die zunehmende Einschränkung der Fingerbweglichkeit ist durch konservative Maßnahmen, z.B. Krankengymnastik, in der Regel nicht nachhaltig zu beeinflussen.                               

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Da der Morbus Dupuytren ein hohes Rezidivrisioko (Gefahr des Wiederauftretens) aufweist, ist der richtige Zeitpunkt der Operation ausschlaggebend. Bei beginnender Streckhemmung in den Fingergrundgelenken oder starker lokaler Schmerzhaftigkeit der Narbenknoten kann ein operatives Vorgehen empfohlen werden. Bei langjährigen Verläufen mit ausgeprägter Fingerkrümmung kann häufig trotz korrekter Operation eine vollständige Fingerstreckung nicht mehr erzielt werden.

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OP:                                                                          

Bei der Operation werden die vernarbten Anteile der sogenannten Hohlhandfaszie präpariert und entfernt. Da die Beugsehnen vom Morbus Dupuytren nicht direkt betroffen sind, ist eine Einschränkung der Fingerkraft nicht zu befürchten. Äußerste Präzision bei Präparation der Narbenstränge ist erforderlich, da eine Verletzung der häufig umschlossenen Nerven-/ Gefäßstränge zwingend zu vermeiden ist.

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Nachbehandlung:                                                                                                                

Bis zum 6. Tag nach Operation eines Morbus Dupuytren wird ein Unterarmgips angelegt, die Hautfäden können nach 10 Tagen entfernt werden. Bei postoperativer Fingersteife wird eine begleitende Physiotherapie veranlaßt.

Arbeitsunfähigkeit kann in Abhängigkeit von der beruflichen Belastung für 2-6 Wochen vorliegen.